Vereinsfinanzierung durch Altpapiersammlungen

Zitat aus einem Schreiben der AVL Ludwigsburg:

“Altpapier-Sammlungen von Vereinen haben sich in vielen Orten des Landkreises etabliert. Mittlerweile führen 45 Vereine und karitative Organisationen Sammlungen durch und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Kostenentlastung des Landkreises. Pro Sammlung wurden dabei in diesem Jahr durchschnittlich 15,3 t Altpapier gesammelt.

Leider werden Vereinssammlungen noch nicht flächendeckend im ganzen Landkreis angeboten. Wir hatten Sie deshalb im März dieses Jahres angeschrieben und über die Konzeption und das von der AVL gewährte Entgelt informiert.

Wir können Ihnen heute mitteilen, dass wir vom nächsten Jahr an das Entgelt für von Vereinen gesammeltes Altpapier erhöhen werden.

Die an der Sammlung beteiligten Vereine erhalten dann - zusätzlich zum Verwertungserlös - ein Entgelt von 36 Euro pro Tonne Altpapier von der AVL und haben damit die Chance, ihre Vereinskasse aufzustocken.

Unser Ziel ist es, in jedem Ort zwei bis sechs Altpapiersammlungen pro Jahr anzubieten. Wir schicken Ihnen daher beiliegend nochmals unsere Konzeption mit näheren Informationen. Sollten Sie weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen gern telefonisch unter 07141/9448-36 jederzeit zur Verfügung.”

Die  Konzeption für Altpapiersammlungen durch Vereine im Landkreis Ludwigsburg sieht wie folgt aus:

Ergänzung zur grünen Tonne
Die grüne Tonne bleibt als Sammelsystem für flach und rund weiterhin in allen Orten des Landkreises bestehen. Vereinssammlungen sollen die Altpapierabfuhr über die grüne Tonne nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.


Vertrag mit der AVL
Interessierte Vereine / Organisationen schließen einen unbefristeten Vertrag über das Einsammeln von Altpapier mit der AVL, der die näheren Bestimmungen zur Durchführung der Sammlungen, den Sammelbezirk, die Pflichten der Vereine sowie das Entgelt regelt.


Was ist zu sammeln?
Gesammelt werden sollen Zeitschriften und Zeitungen aus Privathaushalten, also Papiere, die sich leicht bündeln lassen. Bereitgestellte Kartonagen sollen ebenfalls mitgenommen, aber getrennt erfasst werden. Durch die Trennung beider Fraktionen lassen sich bei den Verwertern erfahrungsgemäß bessere Vergütungen erzielen. Kartonagen aus Gewerbebetrieben dürfen nicht mitgenommen werden.


Häufigkeit der Sammlungen
Es sollen pro Ort mindestens zwei Sammlungen jährlich durchgeführt werden. Besser wären vier bis sechs Sammlungen.

Vereine mit Sammelerfahrungen bestätigen, dass häufigere Sammlungen die Sammelmenge erhöhen. Eine zu lange Wartezeit bis zur nächsten Sammlung führt dagegen dazu, dass die Bürger ihr Altpapier wieder in die grüne Tonne werfen, damit es nicht zu lange zu Hause lagert.


Sammeltermine
Die Sammeltermine werden vorab zwischen den Vereinen und der AVL abgestimmt. Die Veröffentlichung der Sammeltermine in der Presse / den Amtsblättern wird in Eigenregie der Vereine vorgenommen.

Entsorger / Verwerter
Die Vereine können sich für die Abnahme des Altpapiers auf dem freien Markt einen Entsorger / Verwerter ihrer Wahl aussuchen. Die AVL hat dafür eine Liste von Altpapier-Entsorgern zusammengestellt, die diesem Konzept beiliegt. Die Vereine können jedoch auch einen anderen Verwerter beliefern.

In der Regel stellen die Verwerter den Vereinen Container für Sammlung und Transport des Altpapiers zur Annahmestelle zur Verfügung.


Vergütung
Die Vereine erhalten ab 2002 von der AVL gegen Vorlage der Wiegescheine eine Vergütung von 36 Euro netto pro Tonne gesammelten Altpapiers. Sie stellen der AVL eine entsprechende Rechnung, der die Wiegescheine beigelegt sind. Die Erlöse für das Papier bzw. der Aufwand für den Transport und die Containergestellung werden zwischen den Vereinen und dem Verwerter direkt abgerechnet.


Durchführung der Sammlungen
Die Sammlungen müssen am veröffentlichten Sammeltag durchgeführt werden. Dabei ist es wichtig, das gesamte bereitgestellte Altpapier einzusammeln um Reklamationen zu vermeiden. Die Vereine müssen sämtliche an die öffentliche Müllabfuhr angeschlossenen Privathaushalte, auch entlegene Grundstücke wie zum Beispiel Aussiedlerhöfe, anfahren.


Mehrere interessierte Vereine in einem Ort
In manchen Orten sind mehrere Vereine an Altpapiersammlungen interessiert. In diesen Fällen stimmen die betroffenen Vereinsvertreter vor der Vertragsunterzeichnung mit der AVL eine gemeinsame Strategie ab. Grundsätzlich sind drei Varianten denkbar:

- Die Vereine eines Ortes einigen sich auf eine bestimmte Anzahl von Sammelterminen im Jahr und wechseln sich ab.

- Das Ortsgebiet wird in einzelne Gebiete aufgeteilt. Jeder Verein übernimmt einen Ortsteil. Das Sammelentgelt wird unter den Vereinen gleichmäßig aufgeteilt. Dieses Vorgehen bietet sich etwa in großen Orten wie zum Beispiel Ludwigsburg an.

- Die Vereine wechseln sich jahresweise ab.

Sollten die Vereine keine Einigung erreichen können, bestimmt die AVL Sammeltermine pro Verein bzw. die Aufteilung des Sammelgebietes.

Ansprechpartner in der AVL
Für alle Fragen der Vergütung und der Organisation steht Frau Weckert zur Verfügung.
Telefon (07141) 94 48-36.